Marie-Theres Arnbom
Historikerin, Autorin, Kuratorin und Kulturmanagerin.




Aktuelles

"Ihre Dienste werden nicht mehr benötigt"
Aus der Volksoper vertrieben - Künstlerschicksale 1938

Erscheint Anfang November 2018


Wien, März 1938. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten bringt für die Volksoper gravierende Veränderungen mit sich: Die Direktoren Jean Ernest und Alexander Kowalewski werden sofort ausgetauscht, Entlassungen auf allen Ebenen des Hauses folgen, von Opernsängerinnen und -sängern über Dirigenten, Orchestermusiker und Librettisten bis hin zum Theaterarzt.

Anhand von ausgewählten Künstlern wie der Sopranistin Ada Hecht, dem Cellisten Franz Ippisch oder dem Dirigenten Kurt Herbert Adler erzählt Marie-Theres Arnbom vom Schicksal jener, die aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln oder ihrer politischen Einstellung verfolgt wurden. Als roter Faden dient die letzte Produktion vor der Machtübernahme, Gruß und Kuß aus der Wachau, komponiert von Jara Beneš, getextet von Hugo Wiener und Kurt Breuer, mit Gesangstexten von Fritz Löhner-Beda.

Auf Basis von bisher unbekannten Archivbeständen, Lebenserinnerungen und Gesprächen mit Nachkommen skizziert die Autorin den Lebensweg der Vertriebenen in der Emigration. Einige konnten sich erfolgreich neue Existenzen aufbauen, manche fanden in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten den Tod. Die meisten sind vergessen. Ihnen wird nun ihre Geschichte zurückgegeben.


Amalthea Verlag
ISBN: 978-3-99050-142-9
https://amalthea.at/produkt/ihre-dienste-werden-nicht-mehr-benoetigt/

Buchpräsentationen

13., 14.11., 19.30 Uhr Volksoper, Karten unter www.volksoper.at

15.11., 18.30 Uhr Jüdisches Museum, Anmeldung unter events@jmw.at

20.11., 19 Uhr im Rahmen der Ausstellung „Fluchtspuren“ im Wienmuseum,
Anmeldung unter www.wienmuseum.at


30.11., 19 Uhr Pfarre Pötzleinsdorf


Die Villen vom Attersee.
Wenn Häuser Geschichten erzählen.

Mai  2018




Eindrucksvolle Bergkulisse, türkis-blaues Wasser – seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist der Attersee Sehnsuchtsort des Bürgertums und beliebtes Ziel bei der alljährlichen Sommerfrische. Industrielle, Bankiers, Ärzte, Gelehrte, Dichter, Musiker, Künstler und Exzentriker bevölkerten im Sommer die Orte Unterach, Weißenbach, Attersee oder Seewalchen, darunter viele prominente Gäste: Charlotte Wolter, Ignaz Brüll, Johannes Brahms, Felix Salten, Heimito von Doderer, Gustav Klimt und Gustav Mahler, die der See zu großartigen Werken inspirierte, sowie zahlreiche Stars der Opern- und Kabarettbühnen, beispielsweise Starsängerin Maria Jeritza, die Unterach genauso liebte wie der Librettist der »Lustigen Witwe«, Victor Léon, oder die Sopranistin Hilde Güden. Doch auch viele Menschen, deren Namen in Vergessenheit geraten sind, verbrachten die Sommermonate rund um den Attersee – in gemieteten oder selbst erbauten Häusern und Villen von zum Teil beeindruckender architektonischer Kunst.

Amalthea Verlag
ISBN-13: 978-3-99050-123-8
https://amalthea.at/produkt/die-villen-vom-attersee/



Die Villen von Bad Ischl.

Wenn Häuser Geschichten erzählen


Bad Ischl – dieses wunderschöne Herzstück des Salzkammergutes ist der Inbegriff von Sommerfrische. Die Präsenz Kaiser Franz Josephs zog Aristokraten, Künstler, Industrielle und Adabeis an, sie alle prägten den Ort und die Umgebung und machen den vergangenen Glanz bis heute spürbar.
Die Sommergäste mussten standesgemäß untergebracht werden, große repräsentative Hotels entstanden, Sommerwohnungen standen zur Verfügung, doch wollten viele Gäste lieber in eigenen Villen residieren. Ihnen ist dieses Buch gewidmet.
50 Villen werden näher beleuchtet – wer waren die Erbauer, wer die Mieter? Die Villa der Familie Starhemberg wurde nach 1945 zu einer Schule, die Villa Seilern ist heute ein Luxushotel. Das Haus des Librettisten Alfred Grünwald wurde abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Das erste Fertigteil-Holzhaus des Schöpfers des Weißen Rössl Oskar Blumenthal erfreut Läufer und Radfahrer am Lauffener Waldweg, die Villa Spiegel beeindruckt in ihrer schlossartigen Größe bis heute. Wo lebte Alexander Girardi, wo Johann Nestroy? Wie verlief die Geschichte der Schratt-Villa wirklich? Und was passierte mit dem Haidenhof Armin Robinsons?
All diesen Fragen geht das Buch nach, das anhand von vorgeschlagenen Wegen eine Entdeckungsreise zu den Villen vorschlägt.
Alte Ansichten der Villen werden mit neuen Fotos kombiniert und eröffnen so gleichermaßen den Blick auf das alte wie das heutige Bad Ischl.

Berichte:

Die Presse, Standard, OÖ Nachrichten, Salzkammergut-Blog

Amalthea-Verlag

ADAC Reisemagazin Oberösterreich, Jänner/Februar 2018:


Damals war Heimat.
Die Welt des Wiener jüdischen Großbürgertums

Ein historisches Panorama der „Welt von gestern“
„In dieser Epoche war meine Heimat.“

Sie sind Fabrikanten oder Wissenschaftler, Schriftstellerinnen oder Rabbiner, Industrielle oder Journalisten, Operettenkönige oder Pädagoginnen. Ihre Geschichten rekonstruieren im Kleinen eine große Gesellschaft, geprägt von enormer Vielfalt, unglaublicher Kreativität und wachem Innovationsgeist. Die Menschen, von denen Marie-Theres Arnbom erzählt, haben etwas gemeinsam: Sie haben ihre Wurzeln im Judentum und zählen zum Wiener Großbürgertum. Manchen ist Religion wichtig, andere stammen aus Familien, deren Eltern oder Großeltern konvertiert sind; erst 1933 respektive 1938 werden viele brutal an weit zurückliegende Ursprünge erinnert, die mit ihrem eigenen Leben kaum etwas zu tun haben.
Die Autorin zeichnet faszinierende, mitunter skurrile Lebenswege nach, die von Wien nach Kansas führten oder aus Bad Ischl nach Hollywood. Ein großartiges historisches Panorama der Welt des Wiener jüdischen Großbürgertums und ihres Fortlebens.

Amalthea Verlag
ISBN 978-3-85002-877

www.amalthea.at/index.php?id=10&showBookNr=8504